KI-Transparenz bei ThemenTracker
Stand: 28. August 2026
Kurz erklärt
- ThemenTracker nutzt künstliche Intelligenz, um Nachrichten zu kategorisieren, zu filtern, regional einzuordnen und zu Themengruppen zusammenzufassen.
- ThemenTracker erzeugt keine sichtbaren KI-Texte. Angezeigte Überschriften und Kurzbeschreibungen stammen aus den verlinkten Nachrichtenquellen.
- Der eigene KI-Filter übermittelt den eingegebenen Suchtext an Google Gemini. ThemenTracker fügt dabei keine Namen, E-Mail-Adressen, Nutzerkennungen oder Sitzungsdaten hinzu.
- KI kann beeinflussen, welche Meldungen angezeigt werden, in welcher Reihenfolge sie erscheinen und welchen Kategorien, Regionen oder Themengruppen sie zugeordnet werden.
- Solche Zuordnungen können falsch oder unvollständig sein. Maßgeblich bleibt immer die verlinkte Originalquelle.
- ThemenTracker veröffentlicht keine KI-Ergebnisse automatisch und trifft keine Entscheidungen über Personen.
1. Wofür ThemenTracker KI einsetzt
Artikelkategorisierung
Google Gemini wertet Überschriften, Kurzbeschreibungen und weiteren Artikelkontext aus. Das Modell bewertet, wie gut eine Meldung zu festgelegten Kategorien wie „Topthemen“, „Bunt und kurios“, „Stars“ oder „Musik“ passt.
Die Ergebnisse werden als Zahlenwerte gespeichert. Sie beeinflussen, ob eine Meldung einen Filter erfüllt und an welcher Stelle sie erscheint.
Eigener KI-Filter
Nutzer können einen eigenen Suchwunsch formulieren. ThemenTracker übermittelt diesen Suchtext an Google Gemini und lässt verfügbare Meldungen auf inhaltliche Relevanz prüfen.
Der Filter ist kein KI-Chat. Gemini spricht nicht direkt mit dem Nutzer. Die App verwendet das Ergebnis nur, um vorhandene Meldungen auszuwählen und zu ordnen.
Themen- und Trendanalyse
ThemenTracker berechnet numerische Ähnlichkeiten zwischen Meldungen und bildet daraus Themengruppen.
Dafür kommt das fest vortrainierte Modell all-MiniLM-L6-v2 zum Einsatz. Es erzeugt mathematische Vektoren aus Überschrift und Kurzbeschreibung. Es erzeugt keine Texte und lernt nicht aus den Daten der Nutzer oder Kunden.
Google Gemini kann zusätzlich prüfen:
- ob Meldungen tatsächlich dasselbe Ereignis behandeln;
- ob einzelne Meldungen falsch zugeordnet wurden;
- ob eine Themengruppe inhaltlich zusammenpasst;
- welche Meldung eine Gruppe am besten repräsentiert.
Die sichtbare Überschrift und Kurzbeschreibung einer Themengruppe stammen aus einer vorhandenen Originalmeldung. ThemenTracker zeigt keinen von Gemini geschriebenen Nachrichtentext an.
Regionale Zuordnung
Viele regionale Zuordnungen erfolgen anhand von Orts-, Landkreis- und Verwaltungsdaten.
Bei mehrdeutigen Ortsnamen kann Google Gemini den Artikelkontext auswerten. Der Standort des Nutzers wird dafür nicht verwendet.
2. Welche Daten an Google Gemini gehen
Je nach Funktion können verarbeitet werden:
- Überschrift und Kurzbeschreibung einer Meldung;
- Quelle, Domain und weiterer Artikelkontext;
- Orts- und Regionsangaben aus der Meldung;
- vorhandene Kategorien und technische Metadaten;
- der Suchtext beim eigenen KI-Filter.
ThemenTracker fügt den Gemini-Anfragen keine folgenden Kontodaten hinzu:
- Name;
- E-Mail-Adresse;
- ThemenTracker-Nutzerkennung;
- Organisation oder Rundfunkanstalt;
- Sitzungskennung;
- persönliche App-Einstellungen.
Nachrichteninhalte können selbst Angaben über Personen enthalten. Auch ein frei formulierter Suchtext kann personenbezogene, vertrauliche oder interne Informationen enthalten. Solche Angaben sollten deshalb nicht in den eigenen KI-Filter eingegeben werden.
3. Eingesetzte Anbieter und Modelle
ThemenTracker verwendet die kostenpflichtige Google Gemini API. Die Verarbeitung erfolgt serverseitig über ein Google-Cloud-Projekt mit aktiver Abrechnung.
Nach den Bedingungen für den bezahlten Dienst verwendet Google die übermittelten Prompts und Antworten nicht zur Verbesserung seiner Produkte oder Modelle.
Google kann Prompts und Antworten für einen begrenzten Zeitraum protokollieren, um Missbrauch zu erkennen, die Sicherheit des Dienstes zu gewährleisten und gesetzliche Pflichten zu erfüllen. Diese Daten können weltweit verarbeitet oder vorübergehend zwischengespeichert werden.
Eine zusätzliche projektbezogene Gemini-API-Protokollierung ist, soweit sie aktiviert wird, auf höchstens 55 Tage begrenzt.
ThemenTracker führt keine eigenen Gemini-Prompt- oder Antwortprotokolle. Gespeichert werden nur die für die App benötigten Ergebnisse wie Kategorien, Scores, regionale Zuordnungen und Themengruppen.
Für die mathematische Ähnlichkeitsberechnung setzt ThemenTracker außerdem serverseitig all-MiniLM-L6-v2 über Transformers.js ein. Dieses Modell ist fest vortrainiert. Es wird nicht mit Nutzer-, Kunden- oder Nachrichtendaten weitertrainiert.
4. Was Nutzer von den Ergebnissen sehen
KI kann insbesondere beeinflussen:
- Kategorien;
- Treffer und Nichttreffer eines Filters;
- Relevanzwerte;
- Reihenfolgen;
- regionale Zuordnungen;
- Zusammensetzung von Themengruppen;
- Auswahl der repräsentativen Meldung einer Themengruppe.
ThemenTracker erzeugt keine sichtbaren Nachrichtentexte, Zusammenfassungen oder Faktenbehauptungen mit KI. Angezeigte Überschriften und Kurzbeschreibungen stammen aus den bezogenen Nachrichtenquellen.
Der Hinweis „Keine Halluzinationen“ bezieht sich auf diese fehlende Textgenerierung: ThemenTracker erfindet keine sichtbaren Nachrichtentexte oder Faktenbehauptungen.
Der Hinweis bedeutet nicht, dass jede KI-gestützte Bewertung fehlerfrei ist.
5. Mögliche Fehler und Grenzen
KI-gestützte Ergebnisse können falsch, unvollständig, verzerrt oder veraltet sein.
Mögliche Fehler sind insbesondere:
- eine falsche Kategorie;
- ein übersehener relevanter Artikel;
- ein fälschlich angezeigter Filtertreffer;
- eine unpassende Reihenfolge;
- eine falsche regionale Zuordnung;
- die Zusammenführung verschiedener Ereignisse;
- die Trennung von Meldungen, die dasselbe Ereignis behandeln;
- eine Überbewertung häufig berichteter Themen;
- unvollständige Ergebnisse wegen fehlender oder verspäteter Quelldaten.
Die Ergebnisse hängen von den verfügbaren Quellen, dem gewählten Zeitfenster, der Formulierung des Suchtexts und der jeweiligen Modellkonfiguration ab.
Vor einer redaktionellen oder fachlichen Verwendung muss die verlinkte Originalquelle geprüft werden.
6. Menschliche Kontrolle
ThemenTracker ist ein Recherche- und Orientierungssystem. Es ersetzt keine journalistische Prüfung und keine redaktionelle Entscheidung.
ThemenTracker:
- veröffentlicht keine KI-Ausgaben automatisch;
- erstellt keine sendefertigen Beiträge;
- verändert keine Texte der Nachrichtenquellen;
- trifft keine Entscheidungen mit rechtlicher oder ähnlich erheblicher Wirkung;
- bewertet keine Beschäftigten, Bewerber, Kunden oder in Nachrichten erwähnten Personen;
- erstellt keine Personenprofile aus Nachrichteninhalten;
- verwendet keine Emotionserkennung;
- verwendet keine biometrische Erkennung oder Kategorisierung;
- erzeugt keine Deepfakes;
- verarbeitet nicht den Standort des Nutzers für regionale Nachrichtenfilter.
Die endgültige journalistische Entscheidung trifft immer ein Mensch.
7. Einordnung nach der EU-KI-Verordnung
Die Transparenzpflichten des Art. 50 EU-KI-Verordnung gelten seit dem 2. August 2026.
ThemenTracker bietet keine direkte zweiseitige Unterhaltung mit einer KI. KI arbeitet im Hintergrund und beeinflusst Filter, Bewertungen und Zuordnungen. Der eigene KI-Filter nimmt einen Suchwunsch entgegen und zeigt anschließend vorhandene Quellenmeldungen. Er führt keinen Dialog mit dem Nutzer.
ThemenTracker veröffentlicht außerdem keine KI-generierten Texte, Bilder, Audios oder Videos. Interne Modellantworten werden maschinell weiterverarbeitet und nicht als eigenständige Inhalte veröffentlicht.
Nach aktueller Einordnung bestehen deshalb keine Kennzeichnungspflichten für synthetische Inhalte nach Art. 50 Abs. 2 oder Abs. 4 EU-KI-Verordnung.
ThemenTracker weist trotzdem offen auf den KI-Einsatz hin. Direkt am eigenen KI-Filter erscheint zusätzlich ein kurzer Hinweis, bevor ein Suchtext übermittelt wird.
8. Kontakt
Fehlerhafte Zuordnungen, technische Probleme und Fragen zur KI-Nutzung können an sascha@thementracker.de gemeldet werden.